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Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann zu 'Gottes Werk und Teufels Beitrag'

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Kritik von Alexander "Heinz" Jachmann
veröffentlicht am 13.04.2000
70%
Nachdem er der junge Homer Wells sein ganzes bisheriges Leben in einem Waisenhaus verbracht hat, das für ihn die ganze Welt darstellt, beschließt er seine Sachen zu packen, und in die weite Welt zu ziehen, um dort sein Glück zu finden. Irgendwo, meint er, wird er schon eine sinnvolle Beschäftigung finden, die ihn ähnlich nützlich macht, wie der Job des Frauenarztes, den er vom Waisenhausarzt gelernt hat.

Schon so lange Homer Wells (Tobey Maguire, Pleasantville) denken kann, lebt er in einem Waisenhaus. Niemand wollte den Jungen zu sich nehmen, und so kommt es, daß er auch als er erwachsen wird, immer noch zwischen anderen, meist viel jüngeren Knaben, seine Nachtruhe suchen muß. Der Waisenhausarzt Dr. Wilbur Larch (Michael Caine) hat allerdings eine Bedingung daran geknüpft, daß Homer weiterhin dort wohnen bleiben darf: er muß sich nützlich machen. Im Laufe der Jahre hat Homer auch wirklich so gut wie alles von Dr. Larch gelernt, er kann sogar eigenständig als Arzt arbeiten, lediglich das medizinische Diplom würde ihm noch fehlen, um diesen Job offiziell ausführen zu dürfen.
Obwohl er es im Waisenhaus recht gut hat, und eine angesehene Person ist, beschließt Homer eines Tages recht plötzlich, mit einem Pärchen mitzufahren, um einmal etwas anderes von der Welt zu sehen, als nur das, was er bisher gesehen hat. Dr. Larch läßt seinen Zögling zwar nur recht ungern in die Fremde ziehen, stellt sich ihm aber letztendlich doch nicht in den Weg. Ob Homer weit weg von zu Hause glücklich werden kann? Eine Unterkunft und einen Job hat er schnell gefunden, denn das Pärchen, das wegen einer Abtreibung im Waisenhaus war, lebt in einem kleinen Ort, der von der Apfelproduktion lebt, und die Mutter von Wally (Paul Rudd) besitzt eine eigene Plantage, wo er sofort unterkommen kann, und auch von den anderen, meist farbigen, Arbeitern sofort akzeptiert wird. Außerdem ist er so auch nicht gerade weit weg von Candy (Charlize Theron, 2 Tage In L.A.), deren Familie nur wenige Meilen entfernt lebt. Mit ihr hat er sich sofort richtig gut angefreundet, und vor allem als ihr Freund Wally in den Krieg ziehen muß, ist Homer ein wichtiger Freund für sie.

Ein guter Film, sicherlich, aber dennoch wird der Film wohl etwas zu hochgejubelt. Die Schauspieler sind fraglos gut, und auch dürfte den Oscar für die beste männliche Nebenrolle nicht zu unrecht bekommen haben, ihn aber als den besten Film des Jahres hinstellen zu wollen, ist doch etwas zu viel des Guten. Auch wenn man dem Film vorwerfen könnte, er trete einseitig für die Abtreibung ein, was in den Vereinigten Staaten immer noch ein recht heikles Thema ist, anders als hier in Deutschland, stimmt das eigentlich nicht. John Irving, Autor der Romanvorlage und des Drehbuchs, tritt zwar öffentlich für Abtreibung ein, der Film hingegen liefert recht wertungsfreie Ansichten sowohl dafür als auch dagegen, personifiziert durch Homer (contra) und Dr. Larch (pro).

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